Schatzsuche in Langwedel

Gehen Sie auf Schatzsuche! Wir haben sechs kurze Rad – Rundwege eingerichtet, keiner ist länger als 20 km. Es sind also gemütliche Touren, die durch unsere schöne, abwechslungsreiche Landschaft führen. Klar, wer in der Natur etwas entdecken will, der muss sich in die Natur wagen. Und so sind auch etliche Wege naturnah: Da kann auch schon mal eine mullerige Stelle kommen. Oder da ist gerade ein Trecker gefahren. Denn Sie teilen sich ja diese Wege mit unseren Landwirten, Förstern und Reitern.

Schatzsuche in Langwedel - das sind sechs kurze Radwege, die Sie an die unbekannten Stellen in Langwedel führen
Foto: Müller

Doch wenn Sie sich auf den Weg – pardon, die sechs Wege – einlassen, werden Sie sehr viel Schönes entdecken. Worauf warten Sie noch? Ganz bequem können Sie übrigens fünf der sechs Wege mit der Regio-S-Bahn erreichen.

Na, ist das ein Angebot?

Für Gruppen können spezielle Angebote zusammengestellt werden, selbstverständlich auch in Verbindung mit einer Gästeführung.

Die Karte mit den einzelnen Radwegen können Sie sich hier als pdf herunterladen.

Weg 1 (rot) 17 Kilometer

Etelser Mühle 'Jan Wind'
Etelser Mühle ‚Jan Wind‘

Starten Sie am Bahnhof Etelsen, fahren Sie auf der nördlichen Seite der Bahn nach rechts und biegen links in die Berkelsstraße ein. Und dann auf der rechten Seite überraschend: „Kunst am Weg“! Weiter nach Giersberg, und wenn Sie hinter der Autobahn einen kurzen Abstecher nach rechts machen, kommen Sie zur Giersberger Schanze, einem Zeugnis früherer Wehrhaftigkeit. Es geht weiter nach Steinberg, hier biegen Sie beim letzten Haus nach links ab. Der zugegebenermaßen sehr naturbelassene Weg führt Sie mitten durch das Etelser Moor, das in seinem urwüchsigen Zustand wirklich ein ganz besonderer Anblick ist. Und fast unvermittelt geht es durch einen lichten Hochwald über die Autobahn und unter der Bahn hindurch nach Etelsen. Hier ist natürlich die Mühle „Jan Wind“ ein Muss! Weiter geht’s: Schloss und Schlosspark, etwas weiter der Schleusenkanal mit der Schleuse. Sie erreichen Alt – Cluvenhagen, wo die Häuser auf Wurten stehen, damit ihnen das Weserhochwasser nichts anhaben kann. Am Ende des Ellernbuschdammes ein See, durch Sandabbau entstanden, im Sommer gerne zum Baden benutzt. Machen Sie einen kurzen Abstecher auf unserem markierten Wanderweg „Zwischen Schloss und Burg“ nach rechts: Das Steilufer an der „Alten Aller“ ist schon ein ganz besonderer landschaftlicher Schatz. Wieder zurück schlängeln Sie sich bitte rechts am Bauernhof vorbei, nehmen die Wilkensstrasse hoch nach Cluvenhagen. Hinter der „Stiftung Waldheim“ fahren Sie die Waldstrasse hinunter, dann nach links, ein kurzes Stück entlang der Bahn, und schon bald sind Sie wieder in Etelsen.

Den Weg finden Sie an dieser Stelle auch im Navigator der Mittelweser-Touristik. Dort können Sie sich auch die Tour im gpx-Format für eine Navigations-App für Ihr Smartphone oder als klm-Datei für Google Maps herunterladen.

Weg 2 (blau) 16,5 Kilometer

Blick von der Wesermarsch auf die Kirche in Daverden (Foto: Müller)
Blick von der Wesermarsch auf die Kirche in Daverden (Foto: Müller)

Auch hier ist der Bahnhof Etelsen Ihr Ausgangspunkt, doch fahren Sie diesmal auf der südlichen Seite in den Ort. Windmühle „Jan Wind“, Schloss und Schlosspark lohnen allemal einen Besuch. Radeln Sie weiter südwärts, überqueren die „Alte Aller“ und den Schleusenkanal, um hinter der Brücke nach rechts abzubiegen. Nach gut 1 km biegen Sie links ab in die Marschlandschaft der Weser, sehen eine Straße mit Obstbäumen, so etwas hat heutzutage schon Seltenheitswert. Sie können an den Wochenenden vom 1. Mai bis 3. Oktober einen Abstecher zur Fähre „Gentsiet“ machen, oder Sie nehmen direkt den „Eselsweg“ zum Drosselhof. Es geht zurück nach Hagen – Grinden, vorbei an der Ölmühle, und dann liegt nach ca. 1 km links eine alte Burganlage. Hier informiert eine Tafel über das Besondere dieses Ortes. Weiter mitten durch die Marsch über Försten mit seinem Reiterhof zur Kanalbrücke, wo der Anleger für die Fahrgastschifffahrt ist. Wenn Sie nicht mit dem Schiff fahren, biegen Sie hinter der Brücke links ab, drehen sich aber noch mal um, um in Ruhe den Blick auf die Daverdener St. Sigismund – Kirche hoch über dem Wesertal zu werfen. Sie fahren über Alt – Cluvenhagen und den Wurtdamm, überqueren die Landesstraße, nehmen dann den Kuckucksweg, biegen am Ende links ab und radeln zurück nach Etelsen.

Den Weg finden Sie an dieser Stelle auch im Navigator der Mittelweser-Touristik. Dort können Sie sich auch die Tour im gpx-Format für eine Navigations-App für Ihr Smartphone oder als klm-Datei für Google Maps herunterladen.

Weg 3 (gelb) 15,5 Kilometer

schatzsuche6Beginnen Sie Ihre Tour am Bahnhof Langwedel, den Sie in nördlicher Richtung verlassen. Folgen Sie kurz der Wanderweg – Beschilderung, biegen dann aber nach rechts in die Moorstrasse ab. Über die Autobahn geht es nach Langwedelermoor; hier gibt es mehrere Reiterhöfe, die das Ortsbild prägen. Am Ortsende links, an der nächsten Feldweggabelung gleich wieder rechts auf den Sandweg, und wenn Sie die Grasdorfer Strasse überquert haben, müssen Sie unbedingt auf den gut erhaltenen Erdkeller auf der linken Seite achten. Solche Keller waren früher weit verbreitet, sie sind gewissermaßen die Vorläufer unserer Kühlschränke. Links fahren Sie nun „Auf den Branden“, überqueren die Autobahn, biegen rechts ab und gelangen durch ein schönes Waldstück nach Lindholz. Dann biegen Sie links ab nach Cluvenhagen. Nun müssen Sie ein Stück entlang der Landesstrasse radeln, ehe es auf ruhigen Waldwegen nach Daverden geht. Hier ist das Ensemble von St. Sigismund – Kirche, Küsterhaus und alten Spritzenhaus durchaus sehenswert. Und von dort oben hat man einen einmalig schönen Blick über das Wesertal. Durch die Marsch führt der Weg im Bogen zum Spiridonstein, der erinnert an frühere sportliche Aktivitäten. Über die Große Strasse geht’s zum Burgbad. Vor dem Eingang können Sie einen Rest der alten Burgmauer bestaunen, letztes sichtbares Zeugnis der ehemaligen Bremer Bischofsburg. Dann natürlich das Häuslingshaus, liebevoll restauriert, erinnert es an die sehr einfachen Wohnverhältnisse früherer Zeiten – und dient nun als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zurück zum Bahnhof.

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Weg 4 (rot) 17 Kilometer

Skulptur vor dem Häuslingshaus in Langwedel (Foto: Müller)
Skulptur vor dem Häuslingshaus in Langwedel (Foto: Müller)

Auch hier ist der Bahnhof Langwedel der Ausgangspunkt. Fahren Sie ein kurzes Stück die Langwedeler Bahnhofstraße, biegen links ab zum Häuslingshaus und zum Burgbad. Radeln Sie die Große Strasse entlang, biegen am Goldbach nach links ab in die weite Wesermarsch, vorbei an dem Spiridonstein. An der übernächsten Kreuzung halten Sie sich links, biegen rechts in die Eisseler Straße ab und fahren links durch die Radewiesen Richtung Dauelser Bruch. Hier treffen Sie auf einen kleinen Erlen – Auenwald. Solche Wälder sind heutzutage sehr selten geworden; hier ist es auch im heißesten Sommer feucht und kühl. Halten Sie sich links, und nach kurzer Wegstrecke kommen sie zum Mühlenteich, entstanden durch Sandabbau. Inzwischen hat er sich zu einem idyllischen Fleckchen Erde entwickelt. Fahren Sie rechts über die Bahn, biegen Sie nach Förth ab. Rechts von Ihnen verläuft die „Amerikalinie“, auf ihr fuhren früher die Auswanderer aus den armen östlichen Provinzen nach Bremen und Bremerhaven. In Förth wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlingsfamilien angesiedelt, das kann man heute noch sehen; auch hier steht eine Informationstafel. Ab Nindorf fahren Sie den Waldweg entlang der „Amerikalinie“. In Dauelsen geht es nach links, über die Autobahn hinweg nach Holtebüttel. Hier liegt etwas versteckt die Freilichtbühne. In der „Nassen Straße“ können Sie das ganze Jahr über Weihnachtsbäume anschauen. Über Dahlbrügge kommen Sie schließlich wieder nach Langwedel zurück.

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Weg 5 (blau) 18 Kilometer

Skulptur vor dem Rathaus in Langwedel (Foto: Müller)
Skulptur vor dem Rathaus in Langwedel (Foto: Müller)

Sie fahren vom Bahnhof Langwedel in Richtung Dahlbrügge. Kurz vor dem Ort geht es links ab nach Völkersen, dort am Ortsausgang links ab den „Lustigen Strump“ entlang. Sie überqueren einen kleinen Abzugsgraben, den Langwedeler Mühlenbach; er wird später zum Goldbach und damit zum Namensgeber unserer Autobahnraststätte. Der Weg biegt rechts ab, und hier liegt linkerhand das Langwedeler Moor, das sich Ihnen noch in seiner natürlichen Form zeigt. Sie überqueren die Ottersberger Straße, biegen zweimal nach rechts ab. Dort, wo linkerhand der Wald aufhört, lohnt es sich, ein Stück an der Waldkante entlang zu gehen, dort steht eine verwachsene Eiche, skurril anzuschauen. Dem nächsten Weg folgen Sie links, ein kurzes Stück die Haberloher Straße entlang, dann wieder links. An der Rotenburger Straße rechts, durch Völkersen, ein ganz kurzer Links – Rechtschlenker, und wenn Sie den Heideweg überqueren, sind Sie haargenau auf dem 53. Breitengrad, also auf gleicher geografischer Breite wie Karaganda, Torun, Nottingham und Edmonton. Aber hier ist es ja viel schöner! Weiter geht es nun wieder Richtung Dahlbrügge und Langwedel.

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Weg 6 (grün) 16,5 Kilometer

Blick in die Marsch (Foto: Müller)
Blick in die Marsch (Foto: Müller)

Am besten starten Sie im romantischen Haberloh, dem kleinsten Langwedeler Ort; hier leben mehr Tiere als Einwohner! Auch hier gibt es noch ein „Häuslingshaus“ fast im Originalzustand zu bestaunen, das zwischen 1914 und 1945 von den Bremer Wandervögeln auch als Landheim genutzt wurde. Folgen Sie der Haberloher Dorfstraße; spüren Sie, wie die großen Eichen Ihnen Schutz gewähren, schauen aber vorher unbedingt noch auf die ausgedehnten und schön angelegten Weiden des Gestütes Fährhof. Am Ende des Dorfes radeln Sie weiter nach Allerdorf, einer typischen Moorsiedlung, wie sie der Moorkolonisator Findorff angelegt hat. Die Gräben markierten einst die Grenzen der kleinen Anbauerstellen. Folgen sie der Ottersberger Straße, biegen Sie vor Völkersen links ab und folgen Sie dem Weg, der Sie ebenfalls zu der verwachsenen Eiche führt. Sie kreuzen die Haberloher Straße und umfahren Völkersen im Norden. Sie nehmen dann den Radweg entlang der Rotenburger Straße. Oben auf der Höhe müssen Sie sich umschauen und den weiten Blick bis fast nach Bremen genießen. Dann fahren Sie weiter und biegen kurz vor der B 215 links ab in den Spanger Forst. Nehmen Sie nun den ersten Weg im Wald rechts, um zum Heidkrug zu gelangen. Hier geht es dann wieder links hoch zum Forsthaus Spange mit seinem Walderlebnispfad, idyllisch mit-ten im Wald gelegen. Einmal links, einmal rechts, und dann können Sie den Hauptweg durch den Spanger Forst mit seinem Waldduft genießen; einfach wunderschön ist es hier! Am Waldende halten Sie sich links auf dem Feldweg entlang, um wieder nach Haberloh zu gelangen. Natürlich können Sie diesen Weg auch als Rundweg ab Heidkrug fahren. Fahren Sie ihn ab Langwedel, müssen Sie 4 km hinzurechnen.

Den Weg finden Sie an dieser Stelle auch im Navigator der Mittelweser-Touristik. Dort können Sie sich auch die Tour im gpx-Format für eine Navigations-App für Ihr Smartphone oder als klm-Datei für Google Maps herunterladen.

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