Das süße Gift der Begierde

Ausstellung von Lilo Schmidt-Wiedenroth ist noch bis in den März 2019 im Hofcafé Haberloh zu sehen.

Während die zahlreichen Gäste am 24. November 2018, nach und nach das Hofcafé in Haberloh füllten, spielte Dorothea Steinmetz auf ihrer Querflöte barocke Unterhaltungsmusik. Die Schneverdinger Künstlerin Lilo Schmidt-Wiedenroth erklärte den interessierten Zuschauern ihre Bilder, darunter ihre Markenzeichen »Die Frau mit dem Schleier« und »Der Kuss«. Lydia Pöllnitz, die Wirtin formulierte es so: »Lilos Bilder nehmen den Betrachter an die Hand und berühren zugleich seine Seele.« Treffender konnte man es nicht formulieren, und das muss wohl so sein, denn „Kunst ist mein Leben“, sagt Schmidt-Wiedenroth, die Kunst von der Pike auf gelernt und bereits mit fünf Jahren ihre eigene Illustration herausgebracht hat. Ihr Bild „Frau mit Schleier“ hatte sie auf Ausstellungen in Paris, Australien und den USA mit im Gepäck gehabt. Allein in diesem Jahr stellte sie in Louvre von Paris aus, in Graz, in Florenz, Cannes und Hamburg eine großartige Werkschau. »Ich bin mächtig stolz, dass wir Werke so einer bemerkenswerten Künstlerin in Haberloh zeigen können«, betonte Dichterwirt Roland Pöllnitz.

Lilo Schmidt-Wiedenroth und Roland Pöllnitz

In seine Laudatio betonte Ingo Schreiber: »Die erotischen Bilder von Lilo Schmidt-Wiedenroth beinhalten eine neue und hintergründige Feinfühligkeit des Betrachtens und des Arrangements des Dargestellten. »Der Kuss« ist eines ihrer aktuellen Meisterwerke, den Andriano Berengo, der Guru der venezianischen Glaskunst, der nur mit den ganz Großen der Kunstwelt zusammen arbeitet, in ein Glaskunstwerk umgesetzt hat. Nun ziert also auch dieser »Kuss« das Cover des neuesten Werkes von Roland Pöllnitz: »Das süße Gift der Begierde«. Er erzählte dem staunenden Publikum noch einmal die Geschichte, wie sich die Künstlerin Lilo Schmidt-Wiedenroth und der Dichterwirt Roland Pöllnitz im sozialen Netzwerk voller Hochachtung begegnet sind und Freundschaft geschlossen haben.

»Das süße Gift der Begierde« nennen sie die Ausstellung, genau wie das neueste Werk des Dichterwirts Roland Pöllnitz. Die Nacht war herein gebrochen. Was könnte zu später Stunde besser passen als sinnliche Gedichte? Nun begann der Dichterwirt aus seinem Buch zu lesen. Da ist von »Kirschen in des Nachbars Garten« die Rede, und dass der Dichter ein Ästhet sei. Alles dreht sich um die schönste Sache der Welt: die Liebe. Jeder der Anwesenden konnte sich irgendwie und irgendwo in diesen Texten wiederfinden, die voller Humor vorgetragen wurden. Pöllnitz lobte die reife Frau, griff Gedanken von Robert Gernhardt auf, tauchte ein in Liebeslummerland, bewegte sich traumfrivol und heiter durch Lust und Poesie, bis er am Ende seine eigene Grabinschrift bekanntgab: »Hier liegt der, der Liebe mag!«
Der Bruchhausen-Vilsener Künstler Peter C. Creuzburg lobte diesen Abend so: »Vier Kunstformen unter einem Dach: Musik, Bildkunst, Dichtkunst und Kochkunst. Ein gelungener Abend. Danke!«

(c) Foto: Pöllnitz

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